Starbuck Holger Meins
Dokumentarfilm, BRD 2001, 90 Minuten, Regie: Gerd Conradt

Starbuck – das war der Deckname des deutschen Terroristen Holger Meins. Holger Meins starb als erstes RAF-Mitglied 1974 in Untersuchungshaft im Hungerstreik. Er wurde 33 Jahre alt. 25 Jahre nach seinem Tod begibt sich der Filmemacher und Freund Gerd Conradt auf Spurensuche nach dem Steuermann der Baader-Meinhof-Gruppe. Wer war Holger Meins? Was führte ihn in den Untergrund? Welche Umstände führten zu seinem Tod, mit dem er zum erklärten Symbol des radikalen Widerstandes wurde? Auf dem Weg durch dieses tragische Kapitel deutscher Geschichte geben ihm anhand der vielfältigen Zeitdokumente die unterschiedlichsten Weggefährten Auskunft. An den Pfadfinder, Künstler, Filmemacher und Guerillero Meins erinnern sich Michael Ballhaus, Suzanne Beyeler, Gretchen Dutschke, Enzio Edschmid, Harun Farocki, Alfred Klaus, Rainer Langhans, Peter Lilienthal, Wilhelm Meins, Wolfgang Petersen und Margrit Schiller.

Der Film ist der dokumentarische Versuch, das Leben des RAF-Terroristen Holger Meins und seinen Weg in den bewaffneten Kampf zu beschreiben. Vor dem Hintergrund unterschiedlichster Zeitdokumente erinnern sich Mitstreiter und Zeitzeugen, an einen sensiblen jungen Künstler, der mit verzweifelter Wut nach einer richtigen Antwort angesichts der Ungerechtigkeit in der Welt sucht. In Methodik und Stil folgt der Dokumentarfilmer Gerd Conradt diesem Antagonismus von Kunst und Politik und findet so einen überzeugenden Zugang zu der Person Holger Meins.

bestellbar im:
Nickelodeon
Moviemento

Empfohlene Klassenstufen:
Klassen 10-13

Themen:
Deutsche Geschichte, Medien,
Terrorismus, Toleranz,
Widerstand, Zivilcourage

Empfohlene Fächer:
Deutsch, Geschichte,
Religion / Ethik / LER

Fassungen:
dt. Fassung