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Verrückt nach Paris
Komödie, Deutschland 2002, 90 Minuten, Regie: Eike Besuden, Pago Balke Darsteller: Frank Grabski, Paula Kleine, Wolfgang Göttsch, Dominique Horwitz, Corinna Harfouch
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Hilde, Karl und Philip wohnen in einem Behindertenheim in Bremen. Ihr Leben ist geprägt vom Einerlei des Heimalltags: Hilde hilft in der Küche, Karl und Philip stellen in der Holzwerkstatt hölzerne Enten für Kinder her. Der Betreuer Enno, der seit 15 Jahren im Heim arbeitet, hat seinen Idealismus verloren und verhält sich ihnen gegenüber herblassend. Das wollen sie sich nicht länger gefallen lassen und Hilde, Philip und Karl haben eine Idee. Bei einem Ausflug der Heimbewohner nutzen die drei die Gelegenheit, sich von der Gruppe abzusetzen. Mit Hilfe des befreundeten Schaffners Werner machen sie sich auf den Weg nach Paris. Ihre Abwesenheit wird schnell bemerkt und so folgt ihnen Enno um sie ins Heim zurückzubringen. Doch Hilde, Philip und Karl haben in Paris schon neue Freunde gefunden und denken natürlich nicht daran zurückzukehren. Enno stellt fest, dass die drei viel selbstständiger sind, als erwartet.
Mit viel Humor erzählt der Film von einem unverkrampften Umgang mit Behinderten und ebenso von Freundschaft und Hilfsbereitschaft. Außerdem lässt sich »Verrückt nach Paris« sehr gut in eine Unterrichtsstunde über Märchen einbetten, denn wie im Märchen werden komplexe Konflikte auf bildhafte Weise dargestellt und Wünsche der Figuren erfüllen sich auf wunderbare Weise. Märchenhafte Motive, wie Gut und Böse oder drei gute Taten tauchen ebenso auf, wie direkte Verweise auf Märchen wie die Geschichte von Hänsel und Gretel.
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